Übrigens...

 
Fotograf ist ein Beruf. Das wird oft vergessen – oder bewusst verdrängt.
 
Ja, es gibt viele Hobbyfotografen, die das neben ihrem eigentlichen Job machen. Aber genau dadurch entsteht bei vielen Menschen der Eindruck, Fotos hätten keinen „echten Wert“ oder würden „nebenbei“ entstehen – schließlich macht ja das eigene Handy auch sooo tolle Fotos…
 
Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Viele machen ihre Steuer selbst – trotzdem engagiert man einen Steuerberater und bezahlt dessen Honorar ohne Diskussion. Viele backen zuhause – trotzdem erwartet niemand vom Bäcker kostenlose Brötchen. Dasselbe gilt für Köche, Schneider, Handwerker und unzählige andere Berufe.
 
Nur bei Fotografen scheint es völlig normal geworden zu sein, ständig über Preise zu diskutieren, Leistungen kleinzureden oder möglichst alles gratis bekommen zu wollen.
 
Was dabei vergessen wird: Man bezahlt nicht einfach nur das Drücken des Auslösers. Man bezahlt Erfahrung, Technik, Planung, Kreativität, Zeit, Weiterbildung, Equipment, Nachbearbeitung und jahrelange Expertise. Genau deshalb ist Fotografie keine „kleine Gefälligkeit“, sondern professionelle Arbeit – wie jeder andere Beruf auch…